Illustration zum Thema Website erstellen lassen: links baut eine Hand mit Werkzeug an einer halbfertigen Website, rechts übergibt eine Profi-Hand die fertige Website

Website erstellen lassen oder selbst machen: Was rechnet sich?

Selbermachen lohnt sich, wenn deine Website wenig kosten darf und Zeit keine große Rolle spielt. Sobald sie aber Kunden gewinnen soll, rechnet sich das Erstellenlassen: Kalkulierst du deine eigene Arbeitszeit ehrlich mit, ist der Profi ab 1.499 € meist günstiger als 50 bis 100 Stunden Eigenbau. In diesem Beitrag bekommst du die komplette Rechnung mit echten Zahlen.

Die Werbung macht es dir nicht leicht: Baukästen versprechen die fertige Website in 30 Minuten, YouTube ist voller WordPress-Tutorials, und gleichzeitig hörst du von Website-Projekten für fünfstellige Beträge. Irgendwo dazwischen stehst du mit einer einfachen Frage: Was ist für mich der klügere Weg?

Zur Transparenz: Ich erstelle beruflich Websites, habe also eine Perspektive in dieser Frage. Genau deshalb rechne ich hier mit offenen Karten: mit echten Preisen, ehrlichen Stundenzahlen aus Kundenprojekten und einer klaren Ansage, in welchen Fällen du besser selbst baust und dein Geld sparst.

Die kurze Antwort: Wann sich welcher Weg rechnet

Die Entscheidung hängt weniger von der Technik ab als von zwei Fragen: Was soll die Website leisten, und was ist deine Zeit wert? Wenn du beides ehrlich beantwortest, ist die Wahl meist in einer Minute getroffen:

Selbermachen passt zu dir, wenn:

  • die Website ein Hobbyprojekt, eine Vereinsseite oder ein Testballon ist
  • dein Budget unter etwa 1.000 € liegt und das auch so bleiben muss
  • du 50 bis 100 Stunden Zeit hast und Lust, dich in Technik einzuarbeiten
  • die Seite keine Kunden gewinnen muss, weil Aufträge über andere Wege kommen

Erstellen lassen rechnet sich für dich, wenn:

  • die Website Anfragen und Kunden bringen soll, also ein Geschäftswerkzeug ist
  • deine Arbeitszeit in deinem Geschäft mehr wert ist als im Website-Basteln
  • du bei Google gefunden werden willst und Design, SEO und Recht nicht selbst beurteilen kannst
  • die Website schnell live gehen soll statt in drei bis sechs Monaten
  • du einen Ansprechpartner willst, der auch nach dem Livegang erreichbar bleibt

Der unterschätzte Posten: deine eigene Arbeitszeit

Beim Vergleich der Wege wird fast immer nur Geld gegen Geld gerechnet: ein paar Euro Baukasten-Abo gegen ein Agentur-Angebot. Der größte Kostenblock fehlt in dieser Rechnung komplett, nämlich deine Arbeitszeit. Eine Website entsteht nicht durch das Abo, sondern durch die Stunden, die jemand hineinsteckt.

Aus Kundenprojekten und aus Gesprächen mit Selbermachern sehe ich immer wieder dieselbe Größenordnung: 50 bis 100 Stunden vergehen, bis eine kleine Firmenwebsite wirklich fertig ist. Nicht am Stück, sondern verteilt über Wochen und Monate, in Abenden und Wochenenden. So verteilen sich diese Stunden typischerweise:

Infografik: Wohin die 50 bis 100 Stunden beim Selbstbau einer Website fließen, von der Einarbeitung über Design und Texte bis zu Recht und Fehlersuche

Der tückische Teil daran: Die ersten 80 Prozent gehen schnell und machen sogar Spaß. Die letzten 20 Prozent kosten die meiste Zeit, also genau die Dinge, die eine Website professionell machen: saubere mobile Darstellung, Ladezeit, Texte, die verkaufen, und die rechtlichen Pflichtangaben. Viele Selbstbau-Projekte bleiben genau an dieser Stelle monatelang auf 80 Prozent stehen, und so lange bringt die Website keinen einzigen Kunden.


Das Rechenbeispiel: Vollkosten über drei Jahre

Rechnen wir es durch. Damit deine Arbeitszeit in der Rechnung auftaucht, braucht sie einen Preis. Ich setze bewusst vorsichtige 50 € pro Stunde an: Das ist der untere Rand dessen, was Webdesign-Freelancer in Deutschland üblicherweise berechnen, und für die meisten Selbstständigen eine realistische Untergrenze des eigenen Stundensatzes. Verdienst du mehr, fällt die Rechnung noch deutlicher aus.

Die Geldkosten stammen aus meinem großen Vergleich zwischen WordPress und KI-Baukästen (Preise: Stand August 2026): Werbefreie Baukasten-Tarife kosten über drei Jahre etwa 400 bis 1.070 €, selbst gehostetes WordPress rund 360 €, und eine professionell erstellte Website gibt es bei mir ab 1.499 € zzgl. USt. plus Hosting. So sieht die ehrliche Gesamtrechnung aus:

WegGeldkosten in 3 JahrenDeine ArbeitszeitArbeitszeit in Euro (50 €/h)Vollkosten
KI-Baukasten (werbefreier Tarif)ca. 400 bis 1.070 €ca. 40 Stunden2.000 €ca. 2.400 bis 3.100 €
WordPress selbst gemachtca. 360 €ca. 60 Stunden3.000 €ca. 3.360 €
Erstellen lassen (ab 1.499 €)ca. 1.860 € inkl. Hostingca. 8 Stunden Zuarbeit400 €ca. 2.260 €
Infografik: Vollkosten-Vergleich über drei Jahre zwischen KI-Baukasten, WordPress im Eigenbau und professionell erstellen lassen, inklusive der eigenen Arbeitszeit zu 50 € pro Stunde

Das Ergebnis überrascht die meisten: Sobald die eigene Zeit einen Preis bekommt, ist der vermeintlich teure Profi-Weg der günstigste. Dabei liegen die 60 Stunden für den Eigenbau bewusst im unteren Bereich der Spanne: Wer seine Stunden ehrlich aufschreibt, landet oft deutlich höher, und die Rechnung kippt noch klarer. Und dabei ist noch nicht berücksichtigt, dass am Ende zwei sehr unterschiedliche Websites herauskommen: In einem Fall das erste Werk eines Anfängers, im anderen das Ergebnis von jemandem, der das jede Woche macht. Eine detaillierte Aufschlüsselung aller Kostenpunkte findest du im Beitrag zu den Kosten einer WordPress-Website.


Die versteckten Kosten, die auf keiner Rechnung stehen

Die Vollkosten-Rechnung oben ist schon ehrlicher als die üblichen Vergleiche. Vollständig ist sie trotzdem nicht, denn drei Posten lassen sich schwer in Euro fassen und entscheiden in der Praxis oft mehr als der Preis:

Entgangene Aufträge während der Bauzeit

Jede Stunde am Website-Projekt ist eine Stunde, die nicht in dein Geschäft fließt: keine Angebote, keine Kundentermine, keine Akquise. Und solange die Website nicht fertig ist, wirbt sie auch nicht für dich. Drei bis sechs Monate Bauzeit sind drei bis sechs Monate ohne Anfragen über die Website. Dieser Posten taucht in keiner Kalkulation auf, kostet aber real am meisten.

Das Ergebnis wirkt, bevor du ein Wort sagst

Besucher entscheiden in wenigen Sekunden, ob sie dir vertrauen. Eine selbst gebaute Website mit unscharfen Bildern, uneinheitlichen Abständen und Texten, die um den heißen Brei schreiben, kostet dich Anfragen, ohne dass du es je erfährst: Die Besucher kommen, schauen und gehen wieder. Dazu kommen die unsichtbaren Baustellen Ladezeit, mobile Darstellung und SEO-Grundlagen, an denen sich entscheidet, ob dich überhaupt jemand findet.

Recht und Datenschutz ohne Sicherheitsnetz

Impressum, Datenschutzerklärung, Cookie-Einwilligung, DSGVO-konforme Formulare: Für all das bist du als Betreiber verantwortlich, auch wenn du es nicht kennst. Bei Kundenprojekten sehe ich regelmäßig übernommene Selbstbau-Websites mit fehlender Einwilligung im Kontaktformular oder veralteter Datenschutzerklärung. Das sind vermeidbare Risiken, die im schlimmsten Fall teurer werden als die ganze Website.

Und noch ein Muster aus der Praxis: Viele Selbstbau-Projekte landen nach ein bis zwei Jahren doch beim Profi, weil die Website nicht liefert. Dann wurde doppelt gebaut und doppelt bezahlt, erst mit Zeit, dann mit Geld. Wer absehbar wachsen will, spart mit dem direkten Weg zum Profi genau diese zweite Runde.


Was du bekommst, wenn du deine Website erstellen lässt

Damit die Rechnung fair bleibt, gehört auch die andere Seite auf den Tisch: Was steckt eigentlich in einem Website-Projekt vom Profi? Zur Einordnung der Marktpreise: Webdesign-Freelancer in Deutschland rechnen üblicherweise mit Stundensätzen ab etwa 50 €, erfahrene deutlich mehr, und Business-Websites liegen im Markt häufig zwischen 2.000 und 8.000 €. Bei mir startet eine professionelle WordPress-Website bei 1.499 € zzgl. USt., eine umfangreichere Business-Website bei 2.999 €.

In diesem Preis steckt weit mehr als das Zusammenklicken von Seiten: ein Konzept, das von deinen Kunden aus gedacht ist, ein Design, das zu deinem Unternehmen passt, saubere Technik mit ordentlicher Ladezeit, die SEO-Grundlagen für die Sichtbarkeit bei Google, rechtssichere Pflichtseiten und Formulare und ein Ansprechpartner, der auch nach dem Livegang erreichbar ist. Als Webdesigner aus der Region Hannover arbeite ich dabei mit vielen Kunden auf kurzem Draht, persönlich oder remote.

Deine Rolle dabei ist überschaubar und trotzdem wichtig: Du lieferst das Wissen über dein Geschäft, Bilder und Feedback in zwei bis drei Abstimmungsrunden. Das sind die rund 8 Stunden Zuarbeit aus der Tabelle oben. Den Rest übernimmt der Profi, und genau dafür bezahlst du ihn.


Wann Selbermachen die richtige Wahl ist

Jetzt die versprochene ehrliche Ansage: Es gibt Fälle, in denen ich vom Beauftragen abrate. Wenn deine Website ein Hobbyprojekt ist, ein Verein dahintersteht oder du schlicht keine 1.500 € übrig hast, dann bau selbst. Eine selbst gebaute Website, die online ist, schlägt jede professionelle Website, die am Budget scheitert. Auch wer echtes Interesse an Webtechnik hat und die Stunden gern investiert, fährt mit dem Selbstbau gut, denn das Gelernte bleibt.

Für den Selbstbau hast du zwei Wege: einen KI-Baukasten für den schnellen, einfachen Start oder WordPress, wenn die Seite wachsen soll. Welcher der beiden zu dir passt, klärt mein ausführlicher Vergleich WordPress oder KI-Baukasten. Und wenn du mit WordPress starten willst, ohne dich allein durchzubeißen: In meinen WordPress-Schulungen lernst du den Umgang mit deiner Website an deinem eigenen Projekt.

Infografik: Entscheidungsbaum mit drei Fragen, ob du deine Website selbst erstellen oder professionell erstellen lassen solltest

Fazit: Rechne ehrlich, dann fällt die Entscheidung leicht

„Website erstellen lassen oder selbst machen?“ ist am Ende keine Technikfrage, sondern eine Rechenaufgabe mit zwei Währungen: Geld und Zeit. Für Hobbyprojekte, Vereine und kleine Budgets gewinnt das Selbermachen, und das völlig zu Recht. Sobald die Website aber Kunden gewinnen soll, kippt die Rechnung: Mit ehrlich bewerteter Arbeitszeit ist der Profi ab 1.499 € meist die günstigste Variante, und die einzige, bei der ein professionelles Ergebnis garantiert herauskommt.

Denn darum geht es bei einer Unternehmenswebsite am Ende: Sie ist kein Selbstzweck und kein Technikprojekt, sondern dein Werkzeug, um Kunden zu gewinnen. Die entscheidende Frage ist deshalb nicht, welcher Weg weniger kostet, sondern welcher mehr zurückbringt.

Wenn du den Profi-Weg gehen willst, schau dir mein WordPress-Webdesign ab 1.499 € an. Und wenn du unsicher bist, wo du stehst, oder eine bestehende Selbstbau-Website hast, die nicht liefert: Mit einer Webseiten-Analyse finden wir gemeinsam heraus, ob sich ein Neuaufbau lohnt oder gezielte Verbesserungen reichen.


FAQ: Häufige Fragen zu Website erstellen lassen oder selbst machen

Im deutschen Markt liegen kleine Business-Websites vom Freelancer meist zwischen 1.500 und 5.000 €, Agenturprojekte häufig darüber. Bei One Step Webdesign startet eine professionelle WordPress-Website bei 1.499 € zzgl. USt., eine umfangreichere Business-Website bei 2.999 €. Dazu kommen laufende Hosting-Kosten von etwa 10 € pro Monat.

Für eine kleine Firmenwebsite solltest du 50 bis 100 Arbeitsstunden einplanen: Einarbeitung, Design, Texte, Bilder, Recht und Fehlersuche. Da diese Stunden neben dem Tagesgeschäft anfallen, ziehen sich Selbstbau-Projekte in der Praxis oft über drei bis sechs Monate, bis die Website wirklich fertig ist.

Ja, mit Gratis-Tarifen von Baukästen. Der Preis dafür sind Werbeeinblendungen, eine Subdomain des Anbieters statt einer eigenen Domain und stark eingeschränkte Funktionen. Für private Projekte kann das reichen. Für ein Unternehmen wirkt es unprofessionell und schadet mehr, als es spart: Deine Website ist dein digitales Aushängeschild.

Sobald die Website Kunden gewinnen soll: ja. Rechnet man die eigene Arbeitszeit ehrlich mit, etwa zu 50 € pro Stunde, ist die professionelle Erstellung ab 1.499 € über drei Jahre meist günstiger als 50 bis 100 Stunden Selbstbau. Dazu kommt das bessere Ergebnis bei Design, SEO, Recht und Ladezeit.

Dein Wissen über dein Geschäft und deine Kunden, vorhandene Bilder oder ein kurzes Fotoshooting sowie Feedback in zwei bis drei Abstimmungsrunden. Rechne mit rund 8 Stunden Zuarbeit über die Projektlaufzeit. Texte, Design, Technik, SEO-Grundlagen und die rechtlichen Pflichtseiten übernimmt der Webdesigner.

Für schnelle, einfache Projekte ohne Wachstumspläne ist ein KI-Baukasten der bequemste Weg. Soll die Website wachsen, dir gehören und bei Google sichtbar werden, lohnt sich die Einarbeitung in WordPress. Den ausführlichen Vergleich mit Preisen und Grenzen beider Wege findest du im Beitrag WordPress oder KI-Baukasten.

Das entscheidest du. Inhalte wie Texte, Bilder oder Neuigkeiten pflegst du nach einer Einweisung problemlos selbst, gerade WordPress ist dafür gemacht. Für Updates, Backups und Sicherheit kannst du eine Wartung dazubuchen oder sie nach einer WordPress-Schulung selbst übernehmen.

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