Illustration zum Thema Website von KI erstellen lassen: Roboterarm setzt Layout-Blöcke auf einen Laptop-Bildschirm

Website von KI erstellen lassen: Hostinger Horizons im Test und was WordPress besser kann

Ja, du kannst dir eine Website von einer KI erstellen lassen. Tools wie Hostinger Horizons bauen dir per Chat in wenigen Minuten einen ansehnlichen Entwurf. Ich habe genau das getestet. In diesem Beitrag liest du, was der KI-Website-Builder wirklich kann, wo seine Grenzen liegen und wie du die Stärken der KI mit der Flexibilität von WordPress kombinierst.

Eines vorweg: Das hier ist kein Verriss. Hostinger Horizons ist ein starkes Werkzeug, das laufend weiterentwickelt wird und sichtbar besser wird. Gerade deshalb lohnt sich ein ehrlicher Blick darauf, für wen sich das Tool eignet und in welchen Fällen du mit WordPress plus KI-Unterstützung besser fährst.

Zur Transparenz: Meinen Praxistest habe ich Mitte 2025 durchgeführt, die Screenshots stammen aus dieser Test-Session. Alle Fakten, Preise und Einschätzungen in diesem Beitrag habe ich im Juli 2026 überprüft und aktualisiert.

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Was ist Hostinger Horizons?

Hostinger Horizons ist der KI-Website- und App-Builder des Hostinganbieters Hostinger. Du beschreibst im Chat, was du brauchst, und die KI erstellt daraus eine funktionsfähige Website oder Web-App, inklusive Hosting, Domain und E-Mail-Postfach. Programmierkenntnisse brauchst du dafür keine. Diese Arbeitsweise wird übrigens auch Vibe Coding genannt: Du beschreibst, die KI baut.

Hostinger selbst ist ein bekannter Hostinganbieter, der sowohl Server als auch Website-Hosting, beispielsweise für WordPress, anbietet. Es handelt sich um keinen deutschen Anbieter, weshalb ich bei Themen wie Support und Datenschutz immer etwas genauer hinschaue. Dafür sind die Hosting-Lösungen günstig, was sie für viele interessant macht.

Hostinger Horizons - Chat Bot

Das Versprechen von Hostinger Horizons klingt groß: echte, funktionierende Websites und Web-Apps, ohne eine einzige Zeile Code zu schreiben. Ob dieses Versprechen gehalten wird, wollte ich selbst herausfinden. Deshalb habe ich mir eine simple Website für einen Rechtsanwalt erstellen lassen.


Mein Test: Eine Kanzlei-Website per Chat erstellen lassen

Für mein Experiment habe ich mir eine klare Projektbeschreibung überlegt: eine elegante, minimalistische und moderne Onepage-Website für eine Anwaltskanzlei in Hannover, spezialisiert auf Arbeitsrecht. Die Zielgruppe: Privatpersonen, die einen Anwalt suchen, und Unternehmen, die rechtliche Beratung im Arbeitsrecht benötigen. Im Video oben siehst du den kompletten Test.

Um die KI bestmöglich zu instruieren, habe ich sogar ein Produktanforderungsdokument (PRD) mit ChatGPT erstellt, in dem ich genau definiert habe, wie die Website aufgebaut sein soll, welche Farbpalette verwendet wird und welche Typografie zum Einsatz kommt. Den gesamten Text konnte ich allerdings nicht in den Chat einfügen, weil dieser nur begrenzten Text zulässt. Deshalb habe ich das Ganze auf das Wesentliche heruntergebrochen und folgenden Prompt eingegeben:

„Ich möchte eine Webseite in Next.js erstellen. Ziel ist es, die Conversion Rate zu steigern. Die Zielgruppe umfasst zwei Personengruppen: Personen in Hannover, die einen Anwalt für Arbeitsrecht suchen, und Unternehmen, die Beratung und rechtliche Unterstützung im Arbeitsrecht benötigen. Die Farbpalette soll Rot, Weiß und Grau umfassen. Die Seite soll elegant, minimalistisch und modern wirken. Als Typografie soll Inter verwendet werden. Bitte ergänze außerdem den Websitetext.“

Hostinger Horizons - Mein Prompt

Das erste Ergebnis

Direkt nach dem Absenden des Prompts wurde ich aufgefordert, mich bei Hostinger zu registrieren. Das fand ich etwas nervig, da ich gehofft hatte, die Funktion erst einmal ohne Anmeldung testen zu können. Zum Glück hatte ich bereits ein Hostinger-Konto. Nach der Anmeldung legte die KI sofort los und zeigte mir innerhalb weniger Minuten eine erste Version der Website.

Hostinger Horizons - Das erste Ergebnis

Das Ergebnis: eine minimalistische Onepage-Website. Die Farbpalette mit Rot wurde umgesetzt, die Navigation sieht gut aus. Besonders gefallen haben mir die kleinen Details bei den Leistungsübersichten, die sogar einen Hover-Effekt mit Schatten und sanfter Transition besitzen. Das wirkt professionell und modern.

Leistungsübersicht mit hover-Effekt

Der Kontaktbereich war mit Adresse, OpenStreetMap-Karte und einem Kontaktformular ausgestattet. Allerdings fiel mir sofort auf, dass die Höhen der Blöcke unterschiedlich sind und sich das Grau nicht gut vom Hintergrund abhebt. Gravierender: Beim Kontaktformular fehlte die Einwilligung zur Datenverarbeitung, die aus rechtlicher Sicht wichtig ist.

Mobile Ansicht: Erste Schwächen

Auf dem Smartphone zeigte sich schnell, dass die mobile Umsetzung noch nicht optimal war. Das Padding rechts und links war zu groß, einige Blöcke ragten aus dem sichtbaren Bereich heraus und die Buttons funktionierten nicht. Zudem war die Reihenfolge der Inhalte unglücklich: Das Formular stand hinter der Karte, was man anders lösen sollte.

Mobile Ansicht des Website Entwurfs

Nachbesserungen per Prompt

Den Link „Mehr über unser Team erfahren“ empfand ich bei einer Onepage-Website als unpassend, weil keine separate Über-uns-Seite existiert. Außerdem wünschte ich mir einen zweispaltigen Hero-Bereich mit Bild und linksbündigem Text. Also habe ich die KI mit einem neuen Prompt beauftragt:

„Bitte ändere den Hero-Bereich so, dass dieser zweispaltig ist. Die Headline, den Text und den Button bitte in der linken Spalte linksbündig darstellen. In der rechten Spalte soll ein freigestelltes Bild von einem Anwalt zu sehen sein, das Vertrauen aufbaut. Füge außerdem ein Widget mit fünf Sternen und dem Text ‚Beste Beratung‘ hinzu. Außerdem funktioniert das mobile Menü nicht, bitte korrigiere auch das.“

Nach einigen Minuten hatte die KI die Anpassungen umgesetzt. Die Vorschau zeigte den linksbündigen Text und das Bild vom Anwalt. Auch das Bewertungs-Widget mit den fünf Sternen war da, was vertrauensbildend wirkt. Das mobile Menü klappte jetzt auf und zeigte einen roten Button für die kostenlose Erstberatung: ein schönes Detail für die mobile Nutzererfahrung. Allerdings funktionierten die internen Scroll-Links auf mobilen Geräten noch nicht perfekt und das Bild vom Anwalt tauchte in der mobilen Ansicht gar nicht erst auf.

Der zweite Entwurf mit Verbesserungen der Website

Mein Zwischenfazit aus dem Test: Der erste Eindruck ist beeindruckend. Die KI erstellt in wenigen Minuten eine Website, die optisch ansprechend und modern wirkt. Doch der Teufel steckt im Detail: unterschiedliche Blockhöhen, fehlende rechtliche Pflichtangaben, unvollständige mobile Optimierung, nicht funktionierende Links und Buttons. Genau diese Details entscheiden aber darüber, ob eine Website als professionelles Vertriebswerkzeug funktioniert, Anfragen generiert und Vertrauen schafft.


Was kostet Hostinger Horizons?

Stand Juli 2026 kannst du Hostinger Horizons kostenlos ausprobieren: Der Gratis-Einstieg umfasst 5 KI-Credits für eine Website, ganz ohne Kreditkarte. Die bezahlten Pläne reichen von 6,99 Euro (Explorer, 30 Credits) über 13,99 Euro (Starter, 70 Credits, inklusive Domain und E-Mail) bis 39,99 Euro pro Monat (Hobbyist, 200 Credits und Code-Editor), jeweils bezogen auf das Jahresabo.

Wichtig zum Verständnis: Jede Anweisung an die KI kostet Credits. Da man für eine wirklich gute Website oft viele Prompts braucht, um Details anzupassen oder Fehler zu korrigieren, können die Credits schnell aufgebraucht sein. Wer viel iteriert, landet zügig im nächstgrößeren Plan. So sieht die Preisübersicht aktuell aus:

Preise von Hostinger Horizons im Überblick (Stand Juli 2026)
Preisgestaltung von Hostinger Horizons (Stand: Juli 2026)

Ein Pluspunkt: Du kannst den generierten Code als ZIP-Datei exportieren und die Website lokal weiterbearbeiten oder auf einem anderen Server hosten. Der Export ist allerdings dem Hobbyist-Plan und höher vorbehalten. Außerdem gibt es keinen Weg zurück: Einmal exportierten und extern bearbeiteten Code kannst du nicht wieder in Horizons importieren. Wer Programmierkenntnisse hat, kann die KI so als ersten Schritt nutzen und anschließend selbst oder mit KI-Tools wie ChatGPT oder Claude weiter optimieren. Für absolute Anfänger dürfte es schwierig sein, den Code (ein React-Projekt) zu verstehen und anzupassen.

Für Web-Apps mit Nutzerkonten oder dynamischen Daten bietet Horizons eine Datenbankanbindung über Supabase, eine Open-Source-Datenbanklösung. In Tests und Nutzerforen wird diese Funktion allerdings nach wie vor als unausgereift beschrieben: Das Debugging frisst Credits, ohne dass die Anwendung am Ende immer stabil läuft. Auch hier zeigt sich, dass sich das Tool noch mitten in der Entwicklung befindet.


Wo KI-Website-Builder an ihre Grenzen stoßen

Die Schwächen sind selten spektakulär, sondern stecken im Detail: mobile Darstellung, fehlende Datenschutz-Einwilligung, uneinheitliche Abstände oder SEO-Grundlagen. In aktuellen Tests fiel zum Beispiel auf, dass generierte Seiten teilweise ohne H1-Überschrift online gehen. Ein Besucher sieht das nicht, Google schon.

Dazu kommt ein grundsätzliches Problem: Du bekommst ein Ergebnis, aber kein Verständnis. Solange alles funktioniert, ist das kein Thema. Wenn aber etwas hakt, sei es beim Design, bei rechtlichen Anforderungen oder bei der Technik, brauchst du jemanden, der versteht, was die KI da gebaut hat. Sonst bist du dem Tool ausgeliefert. Bei Kundenprojekten sehe ich immer wieder Websites, die schnell erstellt wurden und dann liegen bleiben, weil niemand weiß, wie man sie pflegt, korrigiert oder erweitert.


Die Alternative: WordPress und KI kombinieren

Du musst dich nicht zwischen KI und WordPress entscheiden. Seit WordPress 7.0 (Codename Armstrong, erschienen im Mai 2026) stecken die KI-Grundlagen direkt im WordPress-Core. Damit holst du dir die Geschwindigkeit der KI in ein System, das dir gehört und mit deinem Unternehmen mitwächst. Denn WordPress bringt einige Stärken mit, die ein KI-Baukasten dir nicht bietet:

  • Dynamische Inhalte: Blog, Suchfunktion, Filter und Mitgliederbereiche gehören bei WordPress zum Standard.
  • Custom Post Types: eigene Inhaltstypen wie Projekte, Immobilien oder Kurse, sauber strukturiert und beliebig erweiterbar.
  • Volle Flexibilität: Du bestimmst Design, Funktionen und Hosting, nicht der Anbieter.
  • Deine Daten gehören dir: Inhalte lassen sich jederzeit exportieren, sichern oder zu einem anderen Hoster umziehen.
  • Riesiges Ökosystem: Tausende Themes und Plugins statt einer geschlossenen Plattform.

WordPress 7.0: KI-Anbindung direkt im Core

Mit Version 7.0 hat WordPress die Grundlagen für KI fest eingebaut: einen AI Client, der die Verbindung zu KI-Modellen herstellt, die Abilities API, über die WordPress maschinenlesbar beschreibt, was es kann, und einen MCP Adapter. Unter Einstellungen und dort im Bereich Connectors hinterlegst du den API-Schlüssel deines bevorzugten Anbieters, etwa OpenAI, Google Gemini oder Anthropic.

Auch hier bleibe ich ehrlich: WordPress 7.0 liefert die Infrastruktur, keine fertigen KI-Funktionen. Konkrete Features wie automatische Alt-Texte, Zusammenfassungen oder Bildgenerierung kommen über Plugins dazu. Der entscheidende Unterschied zum KI-Baukasten: Die KI arbeitet in deinem System, nach deinen Regeln, und du kannst jederzeit ohne KI weiterarbeiten.

MCP-Server: Die KI baut deine WordPress-Website mit

Noch spannender wird es mit MCP. Das Model Context Protocol ist ein offener Standard, den Anthropic Ende 2024 veröffentlicht hat. Er verbindet KI-Assistenten strukturiert mit externen Systemen. Über einen MCP-Server für WordPress kann ein KI-Assistent wie Claude oder ChatGPT direkt in deiner Website arbeiten: Entwürfe anlegen, Inhalte strukturieren, Seiten aufbauen. Du prüfst, korrigierst und veröffentlichst. So kombinierst du die Vorteile der KI mit den Vorteilen von WordPress.

Genau so entsteht übrigens auch dieser Blog: Ich lasse mich bei Recherche, Texten und Technik von KI über eine MCP-Anbindung unterstützen. Die Entscheidungen und die Qualitätskontrolle bleiben bei mir. Das ist der Unterschied zwischen einer Website von der KI und einer Website mit der KI. Wie der Weg zur eigenen WordPress-Website grundsätzlich abläuft, liest du in meinem Beitrag mit den häufigsten Fragen zur Erstellung einer Website mit WordPress. Und was eine professionelle WordPress-Website kostet, habe ich im Beitrag zu den WordPress-Kosten aufgeschlüsselt.


Fazit: Website von der KI oder Website mit der KI?

Hostinger Horizons ist ein beeindruckendes Werkzeug, das laufend besser wird. Für einen schnellen Prototyp, ein Experiment oder einen einfachen Onepager ist es eine spannende und günstige Option. Wenn du neugierig bist, probiere den kostenlosen Einstieg einfach aus und bilde dir dein eigenes Urteil.

Soll deine Website aber ein Vertriebswerkzeug sein, das Anfragen generiert, bei Google gefunden wird und mit deinem Unternehmen wächst, dann entscheiden die Details. Und dafür braucht es wie beim Autopiloten jemanden, der versteht, was passiert, und eingreifen kann. Meine Empfehlung ist deshalb nicht KI oder Profi, sondern beides: WordPress als flexibles Fundament, KI als Beschleuniger und ein Mensch, der die Qualität verantwortet.

Wenn du die Vorteile der KI nutzen möchtest, ohne auf die Flexibilität von WordPress und einen Ansprechpartner an deiner Seite zu verzichten, bist du bei One Step Webdesign richtig: Beim WordPress-Webdesign kombiniere ich genau diese Stärken für deine neue Website.


FAQ: Häufige Fragen zu KI-Website-Buildern und WordPress

Ja. Tools wie Hostinger Horizons erstellen per Chat in wenigen Minuten eine funktionsfähige Website. Für Prototypen und einfache Projekte reicht das oft aus. Sobald es um professionelle Ansprüche geht, etwa rechtliche Anforderungen, SEO und Conversion, braucht das Ergebnis Nacharbeit von jemandem, der versteht, was die KI gebaut hat.

Stand Juli 2026 gibt es einen kostenlosen Einstieg mit 5 KI-Credits ohne Kreditkarte. Die bezahlten Pläne kosten im Jahresabo zwischen 6,99 und 39,99 Euro pro Monat und enthalten 30 bis 200 Credits. Jede Anweisung an die KI verbraucht Credits, bei vielen Korrekturschleifen steigen die Kosten also spürbar.

Nein. In meinem Test fehlte zum Beispiel die Einwilligung zur Datenverarbeitung im Kontaktformular. Auch Impressum, Datenschutzerklärung und Cookie-Hinweise musst du selbst prüfen oder prüfen lassen. Die KI kennt die rechtlichen Anforderungen an deutsche Unternehmenswebsites nicht zuverlässig.

Ja, der Code lässt sich als ZIP-Datei herunterladen (ein React-Projekt auf Vite-Basis). Der Export steht allerdings erst ab dem Hobbyist-Plan zur Verfügung. Wichtig: Extern bearbeiteter Code kann nicht wieder in Horizons importiert werden, der Weg führt also nur in eine Richtung.

Ja. Seit WordPress 7.0 (Mai 2026) stecken die KI-Grundlagen im Core: der AI Client, die Abilities API und ein MCP Adapter. Über den Connectors-Bereich verbindest du Anbieter wie OpenAI, Google oder Anthropic. Konkrete Funktionen kommen über Plugins dazu, und per MCP-Server können KI-Assistenten direkt in deinem WordPress mitarbeiten.

Das hängt vom Ziel ab. Für einen schnellen Prototyp oder einen einfachen Onepager ist ein KI-Builder wie Hostinger Horizons eine gute Wahl. Für eine wachsende Unternehmenswebsite mit Blog, eigenen Inhaltstypen und voller Kontrolle über Daten und Hosting ist WordPress die flexiblere Basis, heute auf Wunsch mit KI-Unterstützung.

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