Kontaktformular erstellen

WordPress Kontaktformular erstellen: mit WPForms oder Elementor Pro

Ein Kontaktformular erstellst du in WordPress am einfachsten mit einem Plugin wie WPForms: Plugin installieren, Vorlage wählen, Felder per Drag & Drop anpassen und das Formular als Block oder Shortcode in deine Seite einfügen. Nutzt du Elementor Pro, brauchst du kein extra Plugin: Hier baust du dein Kontaktformular direkt mit dem enthaltenen Formular-Widget.

Für ein Kontaktformular auf deiner Website sprechen viele Gründe: Interessenten erreichen dich mit wenigen Klicks, ohne extra ihr E-Mail-Programm zu öffnen. Und du bestimmst über die Formularfelder, welche Informationen du direkt mitgeliefert bekommst, zum Beispiel das Anliegen oder die Telefonnummer für einen Rückruf. So kannst du gezielter auf Anfragen reagieren.

In diesem Beitrag zeige ich dir beide Wege Schritt für Schritt: das Formular-Widget von Elementor Pro und das kostenlose WPForms. Außerdem erfährst du, was du bei DSGVO, Spam-Schutz und E-Mail-Zustellung beachten solltest.

Kontaktformular mit Elementor Pro erstellen

Elementor Pro ist die kostenpflichtige Erweiterung des Page Builders Elementor, mit der in puncto Webseitengestaltung kaum noch Grenzen gesetzt sind. Eines der praktischsten Features ist das integrierte Formular-Widget: Damit erstellst du Kontaktformulare (auch mit komplexen Abfragen) direkt in Elementor, ganz ohne zusätzliches Formular-Plugin.

Elementor Pro bekommst du ab 59 US-Dollar pro Jahr für eine Website (Tarif Essential, Stand Juli 2026). Beachte bei der Tarifwahl: Das Formular-Widget ist zwar bereits im Essential-Tarif enthalten, die eingegangenen Anfragen kannst du im WordPress-Dashboard aber erst ab dem Tarif Advanced Solo einsehen. Für ein einfaches Kontaktformular, das dir Anfragen per E-Mail zustellt, reicht Essential völlig aus. Ob sich der Kauf für dich lohnt, kläre ich ausführlich im Beitrag Elementor Pro: Lohnt sich der Kauf?

Du schaust dir den Ablauf lieber im Video an? In meinem Tutorial zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du dein Kontaktformular mit Elementor erstellst:

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So gehst du vor: Öffne zunächst die Seite, auf der dein Kontaktformular erscheinen soll, mit Elementor (Button Mit Elementor bearbeiten).

Erstelle anschließend einen neuen Container und suche im Elementor-Panel nach dem Widget Formular (im englischen Original: Form). Ziehe das Widget per Drag & Drop in deine Seite.

Nachdem du das Widget platziert hast, sollte es so oder so ähnlich aussehen wie auf dem Bild. Die Felder Name, E-Mail und Nachricht legt Elementor bereits für dich an.

Die Felder des Kontaktformulars bearbeitest du direkt in Elementor: Beschriftungen ändern, Feldtypen wechseln, neue Felder hinzufügen oder Pflichtfelder festlegen. Elementor bringt hier sehr viele Möglichkeiten mit und du siehst jede Änderung sofort in der Live-Vorschau.

Wichtig: Öffne im Formular-Widget den Bereich Aktionen nach dem Absenden. Dort ist die Aktion E-Mail bereits hinterlegt. Trage im Abschnitt E-Mail die Adresse ein, an die ausgefüllte Kontaktformulare gesendet werden sollen.

Abschließend noch speichern und dein Kontaktformular ist fertig. Nimm dir danach ruhig Zeit, die weiteren Optionen zu testen: Elementor Pro kann zum Beispiel auch mehrstufige Formulare, individuelle Bestätigungsnachrichten und Weiterleitungen nach dem Absenden.


Kontaktformular mit WPForms erstellen (kostenlos)

WPForms ist eines der beliebtesten Formular-Plugins für WordPress und wird auf Millionen von Websites eingesetzt. Die kostenlose Version WPForms Lite bringt alles mit, was du für ein simples Kontaktformular brauchst: unbegrenzt viele Formulare, fertige Vorlagen und einen übersichtlichen Drag-&-Drop-Editor.

Zwei Einschränkungen solltest du kennen: Erweiterte Felder wie ein Datei-Upload sind der kostenpflichtigen Version vorbehalten. Und WPForms Lite speichert eingegangene Anfragen nicht im WordPress-Dashboard, du erhältst sie ausschließlich per E-Mail. Achte deshalb besonders auf die Benachrichtigungs-Einstellungen, die ich dir weiter unten zeige.

WPForms lässt sich unter den Plugins schnell finden und installieren: Gehe in deinem Dashboard zu Plugins und dann Installieren, suche nach WPForms, klicke auf Jetzt installieren und anschließend auf Aktivieren.

Nach der Installation und Aktivierung findest du WPForms in deiner Dashboard-Menüleiste. Um ein Kontaktformular zu erstellen, klicke auf Neues Formular hinzufügen.

Anschließend kannst du auswählen, ob du eine der inzwischen über 2.000 Vorlagen nutzen willst oder mit einem leeren Formular beginnst. Neuerdings kannst du dir dein Formular auch von der integrierten KI erstellen lassen: Du beschreibst einfach in einem Satz, welche Felder du brauchst.

Du landest nun im Formular-Editor. In der linken Spalte findest du alle verfügbaren Felder. Ziehe sie per Drag & Drop in die Formular-Vorschau auf der rechten Seite.

Durch das Verschieben der Elemente baust du dir dein Kontaktformular zusammen. Konzentriere dich zunächst auf die passenden Felder, die Beschriftungen änderst du später.
Hinweis: In WPForms Lite kannst du nur die Standard-Felder nutzen. Felder, die der kostenpflichtigen Version vorbehalten sind, zeigen dir beim Anklicken einen entsprechenden Upgrade-Hinweis.

Nachdem du die gewünschten Elemente ausgewählt hast, könnte dein Formular in etwa so aussehen.

Nun gilt es, die Beschriftungen und Optionen der Felder anzupassen. Klicke dazu auf ein Feld, um die Feldoptionen zu öffnen.

Für die Einwilligung in die Datenschutzerklärung nutze ich das Checkboxen-Element: Lösche die zweite und dritte Auswahl über das Minus-Symbol, sodass eine einzelne Checkbox übrig bleibt. Verlinke im Text der Checkbox deine Datenschutzerklärung. Falls du noch keine hast, hilft dir mein Beitrag Datenschutzerklärung für WordPress erstellen weiter.

Nun werden Label und Text angepasst.
Achtung: Sollen Besucher ein Feld zwingend ausfüllen müssen, setze auch den Haken bei der Option Erforderlich.

Wenn du alle Felder des Kontaktformulars angepasst hast, klicke einmal oben rechts auf den Speichern-Button.

In der ganz linken (dunklen) Spalte findest du mehrere Optionen. Klicke auf Einstellungen: Hier gibst du deinem Formular einen Namen (dieser ist nur für deine Verwaltung relevant) und legst die Beschriftung des Absenden-Buttons fest.

Klicke im nächsten Schritt auf das Feld Benachrichtigungen. Lies dir diese Einstellungen aufmerksam durch und passe sie an, denn sie legen fest, an welche Adresse ein ausgefülltes Kontaktformular gesendet wird. Gerade weil WPForms Lite die Anfragen nicht im Dashboard speichert, ist diese Einstellung entscheidend.

Hast du alle Einstellungen angepasst, klicke zunächst auf Speichern und anschließend auf das Schließen-Kreuz rechts oben neben dem Speichern-Button. Dadurch gelangst du zurück in dein WordPress-Dashboard.

In der Formular-Übersicht wird ein sogenannter Shortcode für dein Kontaktformular angezeigt. Jedes Formular erhält einen eigenen Shortcode. Kopiere ihn in deine Zwischenablage (Shortcode markieren und Strg+C drücken).

Öffne nun die WordPress-Seite, auf der das Kontaktformular erscheinen soll, und wähle im Editor (im WordPress-Blockeditor oder in Elementor) das Element Shortcode aus.
Tipp: Im Blockeditor gibt es inzwischen auch einen eigenen WPForms-Block, mit dem du dein Formular direkt aus einer Liste auswählst. Und im Formular-Editor selbst bietet dir der Button Einbetten an, das Formular automatisch in eine Seite einzufügen. Der Shortcode-Weg funktioniert aber überall.

Sobald das Shortcode-Element geöffnet ist, fügst du den Shortcode deines Kontaktformulars ein (zum Beispiel mit der Tastenkombination Strg+V).

Abschließend speicherst oder veröffentlichst du die Seite. Fertig ist dein Kontaktformular, eingebunden auf deiner WordPress-Website.


DSGVO, Spam-Schutz und E-Mail-Zustellung: Darauf solltest du achten

Ein Kontaktformular überträgt personenbezogene Daten. Deshalb braucht deine Website zwingend ein SSL-Zertifikat, erkennbar am https und dem Schloss-Symbol in der Adresszeile. Frage außerdem nur die Daten ab, die du wirklich benötigst, und mache so wenige Felder wie möglich zu Pflichtfeldern. Oft reichen Name, E-Mail-Adresse und Nachricht völlig aus.

Deine Datenschutzerklärung muss die Verarbeitung der Formulardaten erklären. Üblich ist zusätzlich eine Einwilligungs-Checkbox mit Link zur Datenschutzerklärung, wie ich sie dir oben bei WPForms gezeigt habe. WPForms bringt dafür in den Einstellungen sogar einen eigenen DSGVO-Modus mit passendem Einwilligungsfeld mit.

Früher oder später entdecken Spam-Bots jedes öffentliche Formular. Dagegen helfen Captcha-Lösungen: Sowohl Elementor Pro als auch WPForms unterstützen Google reCAPTCHA, WPForms zusätzlich Cloudflare Turnstile und einen eingebauten Anti-Spam-Schutz, der ganz ohne sichtbares Captcha auskommt.


Fazit: Welcher Weg passt zu dir?

Beide Wege führen schnell zum Ziel. Ich persönlich bin ein klarer Fan der Elementor-Lösung, wenn Elementor Pro ohnehin im Einsatz ist: Du siehst in der Live-Vorschau sofort, wie dein Formular aussieht, und kannst auch komplexe Formulare umsetzen, die in mehrere Schritte untergliedert sind. Sogar Popups mit Kontaktformular sind möglich. Ein zusätzliches Formular-Plugin brauchst du dann nicht.

Arbeitest du ohne Elementor Pro, ist WPForms Lite der einfachste kostenlose Einstieg. Daneben gibt es viele weitere Formular-Plugins für WordPress, etwa Contact Form 7, Ninja Forms oder Fluent Forms. Das Prinzip ist überall ähnlich: Formular im Plugin erstellen und anschließend per Block oder Shortcode einbinden.

Du möchtest dich nicht selbst um Formulare, Datenschutz und Technik kümmern? Dann wirf einen Blick auf unser WordPress Webdesign: Wir bauen dir eine Website, bei der das Kontaktformular von Anfang an durchdacht ist und Anfragen zuverlässig ankommen.

Solltest du Fragen oder Anregungen zu diesem Thema haben, schreibe mir gerne in die Kommentare. Ich freue mich, von dir zu hören, und antworte dir gerne.


FAQ: Häufige Fragen zum Kontaktformular in WordPress

WordPress bringt von Haus aus kein Kontaktformular mit. Ohne Plugin müsstest du Formular und Versand-Logik selbst programmieren. Für die meisten Nutzer ist ein Plugin wie WPForms Lite der schnellere und sicherere Weg.

Ja. WPForms Lite ist dauerhaft kostenlos und erlaubt unbegrenzt viele Formulare. Erweiterte Funktionen wie Datei-Uploads oder die Speicherung der Einträge im WordPress-Dashboard erfordern die kostenpflichtige Pro-Version.

Nein, das Formular-Widget ist Elementor Pro vorbehalten. Du kannst aber die kostenlose Elementor-Version mit WPForms Lite kombinieren und dein Formular über das Shortcode-Widget einbinden.

Meistens liegt es daran, dass WordPress E-Mails ohne Authentifizierung versendet und die Nachrichten im Spam landen. Ein SMTP-Plugin löst das Problem: Es verschickt die Formular-Mails über ein echtes E-Mail-Konto.

Deine Website braucht ein SSL-Zertifikat, das Formular sollte nur wirklich notwendige Daten abfragen und deine Datenschutzerklärung muss die Verarbeitung erklären. Üblich ist zudem eine Einwilligungs-Checkbox mit Link zur Datenschutzerklärung.

Aktiviere ein Captcha wie Google reCAPTCHA oder Cloudflare Turnstile. WPForms bringt zusätzlich einen eingebauten Anti-Spam-Schutz mit, der die meisten Spam-Bots ohne sichtbares Captcha blockiert.

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