WordPress auf HTTPS umstellen

WordPress auf HTTPS umstellen: Anleitung in 3 Schritten

WordPress stellst du in drei Schritten auf HTTPS um: SSL-Zertifikat beim Hosting-Anbieter aktivieren, in den WordPress-Einstellungen beide URLs von http auf https ändern und zum Schluss die Website auf sogenannten Mixed Content prüfen. Der ganze Vorgang dauert meist nur wenige Minuten.

HTTPS ist heute keine Kür mehr, sondern Standard: Browser wie Chrome markieren unverschlüsselte Seiten deutlich sichtbar als „Nicht sicher“, Google bevorzugt verschlüsselte Websites im Ranking, und sobald ein Kontaktformular im Spiel ist, verlangt auch der Datenschutz eine Verschlüsselung.

WordPress auf HTTPS umstellen: Anleitung in 3 Schritten

HTTPS Verschlüsselung
  1. Let’s Encrypt Zertifikat aktivieren

    Aktiviere im Kundenbereich deines Hosting-Anbieters das SSL-Zertifikat. Fast alle Anbieter stellen dafür das kostenfreie Let’s Encrypt Zertifikat bereit, das du mit wenigen Klicks aktivierst und deiner Domain zuordnest. Um die Verlängerung kümmert sich der Anbieter automatisch.

  2. WordPress auf HTTPS umstellen

    Melde dich im WordPress Dashboard an und öffne Einstellungen, Allgemein. Ändere sowohl bei der WordPress-Adresse (URL) als auch bei der Website-Adresse (URL) das http in ein https. Den Rest der URL lässt du unverändert, sonst kommt es zu Fehlern. Klicke auf „Änderungen speichern“ und melde dich anschließend neu an.

  3. Umstellung testen und Mixed Content beheben

    Rufe deine Website nun mit https:// auf. Lädt sie ohne Warnung, war die Umstellung erfolgreich. Werden einzelne Bilder oder Skripte noch unverschlüsselt geladen (sogenannter Mixed Content), hilft das kostenfreie Plugin Really Simple Security (früher: Really Simple SSL), das alle Inhalte automatisch auf HTTPS umschreibt. Den Status deiner Verschlüsselung prüfst du außerdem jederzeit unter Werkzeuge, Website-Zustand.


Was ist HTTPS?

HTTPS (Hypertext Transfer Protocol Secure) ist die verschlüsselte Variante des Übertragungsprotokolls HTTP. Es sorgt dafür, dass alle Daten zwischen dem Browser deiner Besucher und deinem Server verschlüsselt übertragen werden. Passwörter, Formulareingaben oder Zahlungsdaten können so unterwegs nicht mitgelesen oder manipuliert werden.

Die technische Grundlage dafür ist ein SSL-Zertifikat (genauer: ein TLS-Zertifikat), das auf dem Server deines Hosting-Anbieters installiert wird. Es bestätigt, dass die Verbindung wirklich zu deiner Domain gehört, und ermöglicht die Verschlüsselung.

Was ist Let’s Encrypt?

Let’s Encrypt ist eine gemeinnützige Zertifizierungsstelle, ins Leben gerufen von der Internet Security Research Group. Sie stellt kostenlose SSL-Zertifikate aus und hat damit maßgeblich dazu beigetragen, dass HTTPS heute Standard ist. Nahezu jeder Hosting-Anbieter bietet Let’s Encrypt direkt im Kundenbereich an, die Verlängerung läuft automatisch.


Warum HTTPS heute Pflicht ist

Die Frage ist längst nicht mehr, ob sich HTTPS lohnt, sondern nur noch, warum es bei einzelnen Websites immer noch fehlt. Das spricht dafür:

  • Sicherheit und Datenschutz: Sobald deine Website personenbezogene Daten überträgt, etwa über ein Kontaktformular oder einen Login, ist eine Verschlüsselung aus Datenschutzsicht Pflicht.
  • Vertrauen deiner Besucher: Browser warnen bei unverschlüsselten Seiten mit „Nicht sicher“ direkt in der Adressleiste. Eine solche Warnung kostet Anfragen und Verkäufe.
  • Besseres Ranking: HTTPS ist seit Jahren ein Ranking-Signal von Google. Unverschlüsselte Seiten haben in den Suchergebnissen das Nachsehen.
  • Mehr Geschwindigkeit: Die modernen Protokolle HTTP/2 und HTTP/3 laden Inhalte parallel statt nacheinander und machen deine Website dadurch schneller. Browser nutzen sie praktisch nur über HTTPS.

Fazit

WordPress auf HTTPS umzustellen ist in wenigen Minuten erledigt: Zertifikat beim Hoster aktivieren, URLs in den Einstellungen ändern, Mixed Content prüfen. Dank Let’s Encrypt kostet die Verschlüsselung nichts und verlängert sich automatisch. Es gibt also keinen Grund, eine Website heute noch unverschlüsselt zu betreiben.

Hakt es bei der Umstellung, zeigt deine Website nach dem Wechsel Fehler oder bleibt die „Nicht sicher“-Warnung hartnäckig bestehen? Mit meiner WordPress-Soforthilfe bekommst du schnelle und unkomplizierte Unterstützung.


FAQ: Häufige Fragen zu HTTPS und SSL

Jeder Website-Betreiber. Bei fast allen Hosting-Anbietern ist ein kostenfreies Let’s Encrypt Zertifikat inklusive, das du im Kundenbereich mit wenigen Klicks aktivierst. Kostenpflichtige Zertifikate braucht es nur noch in Sonderfällen, etwa wenn die Organisation im Zertifikat validiert werden soll.

Let’s Encrypt ist eine gemeinnützige Zertifizierungsstelle, die kostenlose SSL-Zertifikate ausstellt und damit HTTPS zum Standard im Web gemacht hat. Die Zertifikate sind 90 Tage gültig und werden vom Hosting-Anbieter automatisch verlängert.

Das Schloss stand jahrelang für eine verschlüsselte HTTPS-Verbindung. Google Chrome zeigt seit 2023 stattdessen ein neutrales Einstellungs-Symbol an, da auch Betrugsseiten HTTPS nutzen können und das Schloss fälschlich als Gütesiegel verstanden wurde. Wichtiger ist die Warnung in die Gegenrichtung: Seiten ohne HTTPS markieren Browser deutlich mit „Nicht sicher“.

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