Illustration zum Thema WordPress Cookie Plugin: Laptop mit angebissenem Cookie und Schutzschild mit Häkchen

WordPress Cookie Plugin: Diese Lösungen erfüllen DSGVO und TDDDG

Ein WordPress Cookie Plugin sorgt dafür, dass deine Website Cookies erst nach der aktiven Einwilligung der Besucher setzt, genau das verlangt § 25 TDDDG für alle nicht technisch notwendigen Cookies. Meine Empfehlungen: Complianz für einfache Websites (kostenfrei) und Borlabs Cookie, sobald Analyse- und Marketing-Tools im Spiel sind.

In diesem Beitrag erkläre ich dir, was Cookies sind, welche rechtlichen Anforderungen aktuell gelten (DSGVO, TDDDG und Google Consent Mode v2) und wie sich meine beiden Favoriten unterscheiden.

Was sind Cookies?

Cookies sind kleine Textdateien, die eine Website auf dem Gerät des Besuchers speichert. Sie ermöglichen es, Informationen wiederzuerkennen, etwa den Warenkorb, die Login-Sitzung oder eben das Surfverhalten für Analyse- und Werbezwecke. Die wichtigsten Arten:

  • Sitzungs-Cookies: temporär, werden beim Schließen des Browsers gelöscht.
  • Persistente Cookies: bleiben auf dem Gerät, bis sie ablaufen oder gelöscht werden.
  • Erstanbieter-Cookies: stammen von der besuchten Website selbst.
  • Drittanbieter-Cookies: stammen von externen Diensten wie Werbenetzwerken oder Analyse-Tools.

Die Rechtslage: DSGVO, TDDDG und Consent Mode v2

Die zentrale Rechtsgrundlage für Cookie-Banner in Deutschland ist § 25 TDDDG (bis Mai 2024 hieß das Gesetz TTDSG, die Regeln sind inhaltlich nahezu unverändert). Er verlangt eine aktive Einwilligung, bevor Cookies oder ähnliche Technologien auf das Gerät zugreifen. Ausgenommen sind nur technisch zwingend notwendige Cookies, etwa für Login oder Warenkorb. Die DSGVO regelt zusätzlich, was mit den erhobenen Daten anschließend passieren darf.

Wichtig für alle, die Google-Dienste nutzen: Seit März 2024 setzt Google für die uneingeschränkte Nutzung von Google Analytics und Google Ads in der EU den Consent Mode v2 voraus. Dein Cookie-Banner muss die Einwilligungssignale dafür korrekt an Google übermitteln, gute Cookie-Plugins bringen diese Unterstützung mit.

Was in deine Datenschutzerklärung gehört und welche weiteren Pflichten gelten, liest du im Beitrag Datenschutzerklärung für WordPress erstellen.


Meine Top 2 WordPress Cookie Plugins

Es gibt viele Cookie-Plugins für WordPress, aber längst nicht alle setzen die Anforderungen sauber um. Diese beiden haben sich bei meinen Projekten bewährt:

Complianz

Complianz - Logo

Complianz ist meine Empfehlung für einfache Websites: Die Basisversion ist kostenfrei, ein automatischer Cookie-Scanner erkennt die eingesetzten Dienste, und das Cookie-Blocking entspricht den gesetzlichen Anforderungen. Wie du Complianz einrichtest, zeige ich dir Schritt für Schritt in meinem Video:

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Mehr Informationen

Borlabs Cookie

Borlabs Cookie - Logo

Borlabs Cookie ist eine kostenpflichtige Lösung per Jahreslizenz (der Einstiegstarif für eine Website liegt aktuell unter 50 Euro pro Jahr, Stand: Juli 2026). Dafür bekommst du das komplette Paket: Cookies lassen sich in Kategorien einteilen, Skripte und Inhalte werden bis zur Einwilligung blockiert (Opt-in-System), und das Banner passt sich per Klick an dein Website-Design an.

Der aus meiner Sicht größte Vorteil: Google Analytics, der Facebook Pixel und ähnliche Marketing-Tools lassen sich inklusive Consent Mode v2 besonders einfach und sauber integrieren. Sobald du Besucher-Analysen oder Werbekampagnen fährst, ist Borlabs deshalb meine klare Empfehlung.


Fazit

An einem Cookie-Plugin führt bei den allermeisten Websites kein Weg vorbei: § 25 TDDDG verlangt die Einwilligung vor dem Setzen nicht notwendiger Cookies, und ohne Consent Mode v2 funktionieren Google-Marketing-Tools in der EU nur noch eingeschränkt. Für einfache Websites reicht das kostenfreie Complianz, wer Analyse- und Werbe-Tools einsetzt, fährt mit Borlabs Cookie besser.

Du bist unsicher, ob dein Cookie-Banner korrekt eingerichtet ist und deine Datenschutzerklärung zur Website passt? Mit meinem Datenschutz-Check verschaffe ich dir Klarheit:

Hinweis: Dieser Beitrag gibt allgemeine Informationen wieder und ersetzt keine Rechtsberatung. Bei konkreten rechtlichen Fragen wende dich an eine Anwältin oder einen Anwalt für IT- und Datenschutzrecht.


FAQ: Häufige Fragen zum Cookie Plugin

Nicht alle Webseiten müssen zwingend ein Cookie Plugin verwenden. Wenn deine Webseite jedoch Cookies verwendet, die personenbezogene Daten sammeln, ist es wichtig, ein solches Plugin zu verwenden, um die Zustimmung der Benutzer einzuholen und gesetzliche Anforderungen wie die DSGVO zu erfüllen.

Es wird nicht empfohlen, mehrere Cookie-Plugins gleichzeitig zu verwenden, da dies zu Konflikten und inkonsistenten Benutzererfahrungen führen kann. Wähle stattdessen ein Plugin, das alle erforderlichen Funktionen abdeckt.

Ja. Cookie Plugins können die Ladezeit der Webseite geringfügig beeinflussen. Es ist jedoch wichtig, den Datenschutz der Benutzer und die Einhaltung gesetzlicher Anforderungen zu priorisieren.

Webseiten, die sich an EU-Bürger richten oder Dienstleistungen für sie anbieten, müssen auch die DSGVO einhalten. Dies gilt auch, wenn sie ihren Sitz außerhalb der EU haben. In solchen Fällen ist es ratsam, ein Cookie Plugin zu verwenden, um die Einhaltung der DSGVO sicherzustellen.

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