Illustration zum Thema 7 Tipps zur Vermeidung von Malware auf deiner WordPress Webseite: Käfer unter großer Lupe mit Schutzschild

7 Tipps zur Vermeidung von Malware auf deiner WordPress Webseite

Malware kann deine Website unsicher machen, deine Daten stehlen oder im schlimmsten Fall deine Website komplett lahmlegen. Die wirksamsten Schutzmaßnahmen für WordPress sind: regelmäßige Updates, geprüfte Plugins und Themes, minimale Benutzerrechte, ein richtig konfiguriertes Security-Plugin, automatische Backups, starke Passwörter mit Zwei-Faktor-Authentifizierung und eine Firewall.

Als WordPress-Nutzer bist du besonders gefährdet, denn WordPress ist das mit Abstand am häufigsten verwendete Content-Management-System (CMS) und damit ein beliebtes Ziel automatisierter Angriffe. Bei meiner Arbeit als WordPress-Dienstleister sehe ich regelmäßig infizierte Webseiten, bei denen sich der Schaden mit wenigen Vorkehrungen hätte vermeiden lassen.

Aus diesem Anlass möchte ich dir im Folgenden 7 Tipps an die Hand geben, die deine Webseite deutlich sicherer machen.

Tipp 1: Aktualisiere regelmäßig deine WordPress-Installation

Updates sind dein bester Freund, wenn es um die Sicherheit deiner WordPress Webseite geht. Jedes Update schließt potenzielle Sicherheitslücken, die von Malware ausgenutzt werden könnten. Deshalb solltest du immer sicherstellen, dass deine WordPress-Installation sowie alle Plugins und Themes auf dem neuesten Stand sind. Aktuell ist WordPress bei Version 7.0 angekommen (Stand: Juli 2026). Kleinere Sicherheits-Updates spielt WordPress übrigens automatisch ein, um die großen Versionssprünge musst du dich selbst kümmern.

Es mag verlockend sein, Updates aufzuschieben. Doch bedenke, dass jedes verpasste Update eine potenzielle Eintrittspforte für Malware ist. Nimm dir also die Zeit, regelmäßig Updates durchzuführen. Das ist der Basisbaustein, um deine Website sicher zu halten.

Ich persönlich warte Webseiten, an denen wenig oder keine Veränderungen vorgenommen wurden, mindestens einmal je Quartal (also alle drei Monate). Dabei aktualisiere ich die Plugins, das Theme und WordPress in der richtigen Reihenfolge. Außerdem lege ich stets eine Datensicherung an, bevor ich die Aktualisierungen durchführe.


Tipp 2: Verwende sichere Plugins und Themes

Nicht alle Plugins und Themes sind gleich geschaffen. Einige können Sicherheitslücken enthalten, die von Malware ausgenutzt werden. Daher solltest du nur Plugins und Themes aus vertrauenswürdigen Quellen verwenden, allen voran aus dem offiziellen WordPress-Verzeichnis oder von etablierten Anbietern.

Bevor du ein Plugin oder Theme installierst, solltest du die Bewertungen und das Update-Protokoll überprüfen. Ein Plugin oder Theme, das regelmäßig aktualisiert wird und positive Bewertungen hat, ist in der Regel eine sichere Wahl. Bei einem Plugin, das zum letzten Mal vor zwei Jahren aktualisiert wurde, solltest du hingegen einen großen Bogen machen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass du nach einer kurzen Recherche ein gepflegtes Plugin für den gewünschten Zweck finden wirst.

veraltetes Plugin - Malware Gefahr
veraltete Plugins sollten gemieden werden

Tipp 3: Begrenze Benutzerrechte

Je mehr Leute Zugriff auf deine Webseite haben, desto größer ist das Risiko, dass Malware eingeschleust wird. Daher solltest du die Benutzerrechte so weit wie möglich einschränken. Gib nur denjenigen Personen Administratorrechte, die sie wirklich benötigen. Alle anderen Benutzer erhalten nur die minimalen Rechte, die sie für ihre Aufgaben brauchen. WordPress bringt dafür passende Rollen wie Redakteur oder Autor mit.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es durchaus verlockend ist, jedem Benutzer volle Rechte zu geben, um die Dinge einfach zu halten. Das ist allerdings ein großes Sicherheitsrisiko. Indem du die Benutzerrechte einschränkst, kannst du das Risiko einer Malware-Infektion erheblich reduzieren. Es ist den administrativen Mehraufwand auf jeden Fall wert.


Tipp 4: Installiere eine Sicherheitssoftware

Eine gute Sicherheitssoftware ist wie ein Wachhund für deine WordPress-Website. Sie kann verdächtige Aktivitäten erkennen und blockieren, bevor sie Schaden anrichten. Mein Favorit ist Wordfence: Das Plugin kombiniert Firewall, Malware-Scanner und Login-Schutz und ist mit über 5 Millionen aktiven Installationen das meistgenutzte Security-Plugin überhaupt. Eine einsteigerfreundliche Alternative ist Solid Security (früher unter dem Namen iThemes Security bekannt).

Wichtig: Verwende nur ein Security-Plugin gleichzeitig und halte es aktuell. Eine Sicherheitssoftware ist nur so gut wie ihre neuesten Updates und Malware-Signaturen.

Und an dieser Stelle noch mein Hinweis (da leider schon oft bei Kunden erlebt): Das Plugin muss auch richtig konfiguriert sein. Mit dem einfachen Installieren des Sicherheits-Plugins ist es nicht getan. Du musst die Einstellungen zielgerichtet anpassen. Sonst wiegst du dich in trügerischer Sicherheit, und in ein paar Jahren bin ich damit beschäftigt, die Malware von deiner Webseite zu entfernen.

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Tipp 5: Erstelle regelmäßig Backups

Backups sind dein Sicherheitsnetz gegen Malware. Sollte deine Website trotz aller Vorsichtsmaßnahmen infiziert werden, kannst du sie mit einem Backup wiederherstellen. Stelle sicher, dass du regelmäßig Backups erstellst und diese an einem sicheren Ort aufbewahrst.

Es ist leicht, Backups zu vergessen, besonders wenn alles gut läuft. Aber denke daran: Es ist besser, ein Backup zu haben und es nicht zu brauchen, als es zu brauchen und nicht zu haben. Mache es dir also zur Gewohnheit, regelmäßig Sicherungen zu erstellen.

Wenn du ein Plugin wie zum Beispiel WPvivid Backup verwendest, kannst du einstellen, dass in festen Zeitabständen automatisch ein Backup erstellt wird. Zudem kannst du WPvivid mit einem Cloudspeicher wie Dropbox verbinden und die Datensicherung automatisch dort abspeichern lassen.


Tipp 6: Verwende starke Passwörter

Schwache Passwörter sind eine der häufigsten Ursachen für Malware-Infektionen. Ein starkes Passwort kann es einem Angreifer erheblich erschweren, Zugang zu deiner WordPress-Website zu erlangen. Verwende einen Passwort-Manager, um starke und einzigartige Passwörter zu erstellen und sicher aufzubewahren.

Leider sehe ich immer wieder, dass sehr einfache Passwörter verwendet werden. Manchmal wird auch ein und dasselbe Passwort für mehrere Webseiten genutzt. Das „Lustige“ daran: Eigentlich weiß jeder, dass dies leichtsinnig ist und Hacker, Viren und Malware dadurch ein leichtes Spiel haben.

Ein starkes Passwort besteht aus einer Kombination aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen und ist mindestens zwölf Zeichen lang, besser mehr. Ich persönlich verwende oft ganze Sätze, um ein sicheres Passwort zu erstellen. Das hat zudem den Vorteil, dass ich mir das Passwort (also den Satz) gut merken kann.

Noch besser: Aktiviere zusätzlich eine Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) für deinen WordPress-Login. Viele Security-Plugins wie Wordfence bringen diese Funktion kostenlos mit. Selbst wenn dein Passwort in falsche Hände gerät, bleibt dein Login dann geschützt.


Tipp 7: Implementiere eine Firewall

Dieser siebte Tipp ist dem vierten Tipp sehr ähnlich. Doch da nicht jedes Sicherheits-Plugin den Schutz einer Firewall bietet, möchte ich an dieser Stelle noch einmal darauf hinweisen. Wenn du beispielsweise Wordfence als Sicherheits-Plugin nutzt, ist eine Web Application Firewall automatisch mit an Bord. Dennoch solltest du sie für deine Webseite optimieren. Dies ist in gewisser Weise auch abhängig von der Technik, die dein Hosting-Anbieter einsetzt.

Eine Firewall allein kann deine Website nicht vollständig schützen, aber sie ist ein wichtiger Teil eines mehrschichtigen Sicherheitsansatzes. Zusammen mit den anderen Tipps in diesem Artikel trägt sie dazu bei, deine Website sicher und frei von Malware zu halten.


Fazit

Die Sicherheit deiner WordPress Webseite sollte immer oberste Priorität haben. Mit den oben genannten Tipps kannst du deine Website vor den meisten Arten von Malware schützen. Denke daran, dass keine Sicherheitsmaßnahme perfekt ist und dass du immer wachsam bleiben solltest. Bleibe auf dem Laufenden über aktuelle Sicherheitsbedrohungen und zögere nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn du sie benötigst.

Ist deine Webseite vielleicht schon mit Malware infiziert oder kommst du nicht mehr in dein WordPress? Dann ist meine WordPress Soforthilfe genau das Richtige: Ich analysiere das Problem, entferne die Schadsoftware und sichere deine Website ab. Wenn du lieber vorbeugen möchtest, übernehme ich mit meinem Wartungspaket WP-Fit regelmäßige Updates, Backups und Sicherheits-Checks für dich.


FAQ: Häufige Fragen zu WordPress Malware

Malware kann auf verschiedene Weisen auf deine WordPress-Website gelangen. Dazu gehören das Installieren unsicherer Plugins und Themes, das Klicken auf unsichere Links, das Verwenden schwacher Passwörter und das Vernachlässigen von Updates für WordPress, Plugins und Themes.

Anzeichen für eine Malware-Infektion können sein: unerklärliche Änderungen an deiner Website, unerwartete Werbung, Warnungen von Suchmaschinen oder Antiviren-Software, eine plötzliche Abnahme der Website-Geschwindigkeit oder ungewöhnlicher Datenverkehr in deinen Website-Statistiken.

Wenn du vermutest, dass deine Website mit Malware infiziert ist, solltest du sofort handeln. Installiere und führe eine vertrauenswürdige Sicherheitssoftware aus, um die Malware zu entfernen. Ändere alle Passwörter und überprüfe alle Benutzerkonten auf Unregelmäßigkeiten. Kontaktiere bei Bedarf einen Sicherheitsexperten.

Mein Favorit ist Wordfence: Das Plugin bietet mit Firewall, Malware-Scanner und Zwei-Faktor-Authentifizierung schon in der kostenlosen Version einen umfassenden Schutz und ist mit über 5 Millionen Installationen das meistgenutzte Security-Plugin. Eine einsteigerfreundliche Alternative ist Solid Security (früher iThemes Security). Wichtig ist vor allem, dass du nur ein Security-Plugin einsetzt und es richtig konfigurierst.

Ein Backup verhindert keine Infektion, aber es ist dein Rettungsanker: Du kannst deine Website auf einen sauberen Stand vor der Infektion zurücksetzen. Wichtig ist, dass die Sicherungen weit genug zurückreichen und extern gespeichert sind. Anschließend solltest du die Sicherheitslücke schließen, über die die Malware auf deine Website gelangt ist, sonst wiederholt sich das Problem.

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