Illustration zum Thema WordPress Datensicherung: Externe Festplatte mit Rettungsring und Wolke mit Download-Pfeil

WordPress Datensicherung: So erstellst du ein Backup mit WPvivid

Eine WordPress Datensicherung (auch Backup genannt) ist eine Sicherheitskopie aller Dateien und der Datenbank deiner Website. Mit einem kostenlosen Plugin wie WPvivid erstellst du ein solches Backup in wenigen Minuten, lässt es automatisch in festen Abständen wiederholen und stellst deine Website im Notfall mit wenigen Klicks wieder her.

Stell dir bitte Folgendes vor: Du hast deine Website in unzähligen Stunden mit vollem Einsatz aufgebaut und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Doch nun, ganz plötzlich, ist deine Website nicht mehr erreichbar oder das Layout ist komplett zerstört. Ein absoluter Albtraum (das weiß ich leider aus eigener Erfahrung), es sei denn, du hast eine Sicherheitskopie. Die spielst du einfach wieder ein und deine Website ist wiederhergestellt.

Leider werden WordPress Backups oft vernachlässigt. Bei Kundenprojekten sehe ich immer wieder Webseiten, die noch nie gesichert wurden. Wer hier die Extrameile geht und regelmäßig den Status quo seiner Website absichert, spart sich im Ernstfall viel Frust und Geld. In diesem Beitrag zeige ich dir, wie du ein WordPress Backup in wenigen Minuten erstellst und bei Bedarf wieder einspielst.

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Webseiten schnell und einfach absichern

Datensicherungen mit WPvivid

Es gibt sowohl kostenpflichtige als auch kostenlose Plugins, mit denen sich ein WordPress Backup erstellen lässt. Bekannte Alternativen sind zum Beispiel UpdraftPlus oder Duplicator. Ich setze seit Jahren auf das Plugin WPvivid und stelle es dir deshalb in diesem Beitrag vor.

WPvivid gehört mit über 900.000 aktiven Installationen und einer Bewertung von 4,9 von 5 Sternen zu den beliebtesten Backup-Plugins überhaupt. Es wird laufend weiterentwickelt und ist mit der aktuellen WordPress-Version 7.0 kompatibel (Stand: Juli 2026). Die Entwickler setzen auf das sogenannte Freemium-Modell: Die Basisfunktionen sind kostenfrei, für Zusatzfunktionen wird die kostenpflichtige Pro-Version benötigt.

Schon in der kostenfreien Variante kannst du manuelle Backups erstellen, sie als Zip-Datei auf deinen PC herunterladen und bei Bedarf wieder in dein WordPress-System einspielen. Zudem lassen sich Datensicherungen automatisieren: Unter dem Menüpunkt Schedule legst du fest, in welchen Zeitabständen ein Backup erstellt werden soll.

Der Menüpunkt Remote Storage bietet dir außerdem die Möglichkeit, die Datensicherungen automatisch auf einem externen Speicher abzulegen. Die kostenfreie Version unterstützt dabei unter anderem Dropbox, Google Drive, Microsoft OneDrive, Amazon S3, DigitalOcean Spaces sowie FTP und SFTP.

Mir haben die Funktionen der kostenlosen Plugin-Variante bisher stets ausgereicht. Eine Übersicht der weiteren Funktionen, die in der Pro-Version enthalten sind, kannst du auf der Webseite von WPvivid einsehen.

Ein manuelles Backup erstellen

Nach der Installation des WPvivid Backup Plugins erscheint ein neuer Reiter im Menü deines WordPress-Dashboards. Wenn du auf WPvivid Backup klickst, gelangst du zu den Einstellungen für deine Datensicherungen. Im Grunde kannst du alle Standard-Einstellungen beibehalten.

Um eine erste manuelle Datensicherung zu erstellen, klicke einfach auf den blauen Button Backup Now.

Achte darauf, dass sowohl die Datenbank als auch die WordPress-Dateien gesichert werden. Hierfür muss die Option Database + Files (WordPress Files) ausgewählt sein, was standardmäßig voreingestellt ist. Ist das Backup fertig erstellt, wird dir die Datensicherung unten auf der Seite angezeigt.

Datensicherungen herunterladen

Wenn du die Backups auf keinem externen Speicher ablegst, dann solltest du sie unbedingt auf deinen PC herunterladen. Auf diese Weise hast du deine Datensicherung stets verfügbar, selbst wenn du keinen Zugang mehr zu deiner WordPress-Installation hast.

Um ein Backup herunterzuladen, klickst du einfach auf Download. Deine Datensicherung wird als Zip-Datei komprimiert und steht danach zum Herunterladen bereit (je nach Datenvolumen in mehreren Teilen, die alle heruntergeladen werden müssen). Klicke anschließend erneut auf Download, und die Datei wird auf deinen PC übertragen.

Remote Speicher einbinden

Wenn du die Sicherungen nicht jedes Mal manuell auf deinen PC herunterladen möchtest, kannst du einen externen Speicher wie Dropbox oder Google Drive einbinden. Auf dem gewünschten Speichermedium werden die Backups dann automatisch abgelegt. Die Einstellungen hierfür findest du unter dem Menüpunkt Remote Storage.

Automatische Datensicherungen

Ein automatisches Backup ist eine sehr praktische und sinnvolle Lösung. Ist diese Funktion einmal eingerichtet, werden die Sicherungen deiner Website in festgelegten Abständen von ganz allein durchgeführt.

Gehe zu den WPvivid-Einstellungen und klicke auf den Reiter Schedule, um diese Funktion zu aktivieren. Setze einen Haken bei Enable backup schedule. Anschließend kannst du festlegen, ob die automatisierten Datensicherungen im 12-Stunden-Rhythmus, täglich, wöchentlich, alle zwei Wochen oder monatlich erfolgen sollen.

Eine Datensicherung einspielen

Tritt der Fall der Fälle ein und du möchtest auf deine WordPress Datensicherung zurückgreifen, ist das sehr einfach:

  • Ist die Datensicherung direkt über WPvivid erreichbar, musst du nur unter dem Reiter Backup & Restore bei deiner Datensicherung auf Restore klicken. Die gespeicherten Daten werden nun von WPvivid wiederhergestellt.
  • Ist die Datensicherung nicht in WordPress hinterlegt, muss das Backup zuerst hochgeladen werden. Klicke hierfür unter dem Reiter Backup & Restore auf Upload. Nun kannst du das Backup, das du hoffentlich auf deinem PC oder einem externen Speicher gesichert hast, hochladen. Anschließend gehst du wie im vorherigen Schritt vor.

Solltest du nicht mehr auf dein WordPress-Backend zugreifen können, wird es etwas aufwändiger. Um die Ursache des aufgetretenen Fehlers gänzlich zu beseitigen, gehe ich persönlich wie folgt vor:

  • Ich installiere WordPress komplett neu (alle vorherigen Daten sind gelöscht).
  • Dann logge ich mich in die neue WordPress-Installation ein und installiere das Plugin WPvivid.
  • Jetzt lade ich das Backup hoch (wie zuvor beschrieben)
  • und klicke anschließend auf Restore.
  • Nun funktioniert wieder alles so wie zum Zeitpunkt der Datensicherung.

Tipps bezüglich Datensicherungen

So gehe ich vor

Ich bin ein großer Fan regelmäßiger, automatisierter Backups. Dabei verwende ich meist den 14-Tage-Rhythmus und halte mir die letzten sechs Sicherungen bereit. Warum? Ganz einfach: Oft weiß man leider nicht, wann sich ein Fehler oder Schadsoftware ins WordPress-System eingeschlichen hat. Manchmal bemerkt man Fehlfunktionen erst Tage oder Wochen später. In diesem Fall bin ich sehr froh, dass meine Backups mindestens drei Monate in die Vergangenheit reichen. Und damit ich das Erstellen der Backups nicht vergesse, lasse ich sie automatisch ausführen und in meiner Dropbox abspeichern.

Viele Hosting-Anbieter erstellen zusätzlich eigene Server-Backups. Das ist eine gute Basis, aber verlasse dich nicht allein darauf: Wie oft gesichert wird und wie lange die Sicherungen aufbewahrt werden, liegt außerhalb deiner Kontrolle. Ein eigenes Backup, auf das du jederzeit zugreifen kannst, gehört trotzdem dazu.

An dieser Stelle sei aber auch erwähnt, dass Datensicherungen Speicherkapazitäten binden. Aus diesem Grund ist es ratsam, unnötige Backups zu löschen.

Wann du WordPress sichern solltest

Trotz automatisierter, regelmäßiger Datensicherungen gibt es einige Ereignisse, vor denen du auf jeden Fall ein zusätzliches Backup erstellen solltest:

  • Updates der WordPress-Version oder Updates deiner Plugins (halte dich dabei an die richtige Update-Reihenfolge)
  • Installation neuer Plugins
  • Installation oder Umstellung auf ein anderes Theme
  • größere Veränderungen an der Struktur deiner Website

Fazit

Das Erstellen einer Datensicherung deiner Website ist heutzutage ein Kinderspiel. In wenigen Minuten kannst du mit dem Plugin WPvivid ein Backup erstellen und bei Bedarf auch wiederherstellen. Dank der Automatisierung laufen die Datensicherungen in festen Intervallen, ohne dass dabei Arbeit anfällt.

Gehe kein unnötiges Risiko ein und erstelle regelmäßig Backups deiner WordPress Website.

Du möchtest dich nicht selbst um Backups, Updates und Sicherheit kümmern? Mit meinem Wartungspaket WP-Fit übernehme ich das komplett für dich, regelmäßige Datensicherungen inklusive. Und wenn deine Website bereits Probleme macht, ist meine WordPress Soforthilfe zur Stelle.


FAQ: Häufige Fragen zur WordPress Datensicherung

Als Faustregel gilt: so oft, wie sich Inhalte auf deiner Website ändern. Bei einem Onlineshop oder einem aktiven Blog empfiehlt sich ein tägliches Backup, bei einer kleinen Firmenwebsite reicht meist ein wöchentlicher oder 14-tägiger Rhythmus. Vor Updates und größeren Änderungen solltest du zusätzlich eine manuelle Sicherung erstellen.

Ein vollständiges Backup umfasst zwei Teile: die Datenbank (Beiträge, Seiten, Einstellungen, Benutzer) und die WordPress-Dateien (Themes, Plugins und der Uploads-Ordner mit deinen Bildern). In WPvivid wählst du dafür die Option Database + Files, die standardmäßig aktiviert ist.

Auf keinen Fall nur auf dem Webserver selbst, denn genau der kann ausfallen oder gehackt werden. Lege die Sicherungen zusätzlich in einem Cloud-Speicher wie Dropbox oder Google Drive ab oder lade sie auf deinen PC herunter. Orientiere dich an der 3-2-1-Regel: drei Kopien, zwei Speichermedien, eine Kopie außer Haus.

Server-Backups des Hosters sind eine sinnvolle Ergänzung, aber kein Ersatz für eigene Sicherungen. Du hast keinen Einfluss darauf, wie oft gesichert wird und wie lange die Sicherungen aufbewahrt werden. Mit einem eigenen Backup, das extern gespeichert ist, bleibst du unabhängig und kannst deine Website notfalls sogar bei einem anderen Anbieter wiederherstellen.

Unter WPvivid Backup findest du den Reiter Backup & Restore. Dort klickst du bei der gewünschten Sicherung auf Restore. Liegt das Backup nicht mehr in WordPress, lädst du es zuerst über Upload hoch. Kommst du gar nicht mehr in dein Backend, installierst du WordPress neu, richtest WPvivid ein und stellst das hochgeladene Backup anschließend wieder her.

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