Onepager - nur eine Seite

Onepager erstellen: Was du beachten solltest

Ein Onepager ist eine Website, die aus einer einzigen Seite besteht: Alle Inhalte stehen untereinander, die Navigation springt per Klick direkt zu den jeweiligen Abschnitten. Das Format eignet sich für klare Angebote mit überschaubarem Inhalt. Beachten solltest du vor allem die eingeschränkten Möglichkeiten bei der Suchmaschinenoptimierung und die begrenzte Erweiterbarkeit.

Richtig eingesetzt ist ein Onepager prägnant, visuell ansprechend und leicht zu erfassen. Deine Besucher finden alle wichtigen Informationen an einem Ort und werden gezielt zu einer Handlung geführt, zum Beispiel zur Kontaktaufnahme.

In diesem Beitrag erfährst du, was ein Onepager ist, welche Vor- und Nachteile er hat und für wen er sich eignet. Außerdem zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du einen Onepager mit WordPress erstellst und mit welchen Tipps er trotz einer einzigen Seite gut bei Google gefunden wird.

Was ist ein Onepager?

Ein Onepager ist eine einseitige Website. Der Begriff leitet sich davon ab, dass die gesamte Website aus einer einzigen Seite besteht (ausgenommen rechtliche Seiten wie Impressum und Datenschutzerklärung).

Alle Informationen über dein Unternehmen oder Produkt stehen auf dieser einen Seite: ein Überblick über deine Leistungen, dein Team, Referenzen und deine Kontaktdaten. Statt über Unterseiten zu navigieren, scrollen deine Besucher einfach nach unten oder nutzen ein Menü, das direkt zu den einzelnen Abschnitten springt.

Die Vorteile eines Onepagers

  • Alles auf einen Blick: Deine Besucher erhalten alle Informationen auf einer Seite und können sich sofort einen Überblick verschaffen.
  • Klare Nutzerführung: Der lineare Aufbau führt gezielt zu einer Handlung, etwa zur Kontaktaufnahme. Das kann die Conversion-Rate spürbar erhöhen.
  • Ideal für mobile Geräte: Scrollen funktioniert auf dem Smartphone intuitiv, komplexe Menüstrukturen entfallen.
  • Schnell umgesetzt und leicht zu pflegen: Eine Seite ist schneller erstellt und aktualisiert als eine komplette Website mit vielen Unterseiten.

Die Nachteile eines Onepagers

Doch wie so oft gilt: Wo Licht ist, ist auch Schatten. Diese Punkte sprechen gegen einen Onepager:

  • Eingeschränkte Suchmaschinenoptimierung: Ein Onepager kann realistisch nur für ein Hauptkeyword ranken, denn es gibt nur eine Seite, einen Seitentitel und eine Meta-Beschreibung.
  • Nicht für umfangreiche Inhalte geeignet: Komplexe Themen, viele Leistungen oder ein Blog lassen sich auf einer einzigen Seite kaum sinnvoll abbilden.
  • Begrenzte Erweiterbarkeit: Wächst dein Angebot, stößt der Onepager schnell an seine Grenzen. Eine Erweiterung läuft oft auf einen Neuaufbau als mehrseitige Website hinaus.
  • Lange Scrollstrecken: Wird die Seite zu voll, müssen sich Besucher durch alle Inhalte scrollen, um die gewünschte Information zu finden.

Onepager, Landingpage oder mehrseitige Website: Was ist der Unterschied?

Ein Onepager ist eine vollständige Website auf einer einzigen Seite. Eine Landingpage ist dagegen eine einzelne Zielseite, die meist zu einer größeren Website gehört und Besucher aus Werbeanzeigen oder Kampagnen zu genau einer Handlung führen soll. Eine mehrseitige Website verteilt ihre Inhalte auf eigene Unterseiten pro Thema.

Die Übergänge sind fließend: Vom Aufbau her ist ein Onepager die perfekte Form für eine Landingpage. Der Unterschied liegt im Zweck. Der Onepager ersetzt die komplette Website, während die Landingpage eine bestehende Website für eine bestimmte Kampagne ergänzt.

Sobald du mehrere Leistungen anbietest oder über verschiedene Suchbegriffe gefunden werden willst, führt kaum ein Weg an einer mehrseitigen Website vorbei. Welche Kostenpunkte dabei auf dich zukommen, liest du in meinem Beitrag WordPress: Kosten für eine Website.


Für wen eignet sich ein Onepager?

Ein Onepager eignet sich für Selbstständige, Freelancer und kleine Unternehmen mit einem klar umrissenen Angebot: als digitale Visitenkarte, für ein einzelnes Produkt, eine Dienstleistung oder eine Veranstaltung. Kurz gesagt: immer dann, wenn eine klare Botschaft im Mittelpunkt steht und wenig Inhalt nötig ist.

Bei Kundenprojekten sehe ich immer wieder: Gerade für den Start reicht ein guter Onepager oft völlig aus. Wichtig ist, dass du dir vorher überlegst, wohin sich deine Website entwickeln soll. Planst du weitere Leistungen, einen Blog oder einen Shop, solltest du von Anfang an auf eine erweiterbare Struktur setzen. Die folgende Übersicht hilft dir bei der Entscheidung:

Infografik Entscheidungshilfe: Onepager oder mehrseitige Website? Onepager passt bei einem klaren Angebot, wenig Inhalt und Fokus auf eine Aktion. Mehrere Seiten bei mehreren Leistungen, vielen Keywords und wachsenden Inhalten.

Im folgenden Video erkläre ich dir außerdem in wenigen Minuten, wann ein Onepager sinnvoll ist und wann nicht:

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Mehr Informationen

Was solltest du bei einem Onepager beachten?

Bevor du mit der Erstellung beginnst, solltest du dir überlegen, welche Botschaft deine Website vermitteln soll. Eine einzelne Seite bietet nicht viel Platz für detaillierte Informationen. Wenn du sehr viele Inhalte darstellen möchtest oder mehrere Produkte und Dienstleistungen anbietest, ist eine klassische Website mit Unterseiten meist die bessere Wahl.

Hast du dich für einen Onepager entschieden, solltest du bei der Umsetzung auf folgende Punkte achten:

  • Das Design: Setze auf ein klares, einfaches Design. Nutze Leerraum, um die Abschnitte voneinander zu trennen und die Inhalte übersichtlich zu halten.
  • Der Inhalt: Bring deine Inhalte prägnant auf den Punkt. Füge nur die wichtigsten Informationen über dein Unternehmen oder Produkt ein und gliedere sie in klar erkennbare Abschnitte.
  • Der Call-to-Action: Definiere ein klares Ziel, zum Beispiel die Kontaktaufnahme. Platziere die Handlungsaufforderung mehrfach: einmal weit oben und einmal am Ende der Seite.
  • Die Navigation: Verwende ein Ankermenü, das beim Klick direkt zum passenden Abschnitt springt. Die Menüpunkte sollten selbsterklärend sein.
  • Die Ladezeit: Auf einer einzigen Seite sammeln sich schnell viele Bilder. Komprimiere sie (zum Beispiel als WebP) und nutze Caching, damit die Seite schnell lädt.
  • Die mobile Darstellung: Ein Großteil deiner Besucher kommt über das Smartphone. Teste alle Abschnitte auf mobilen Geräten, bevor die Seite online geht.
  • Das Rechtliche: Impressum und Datenschutzerklärung gehören auf separate Seiten, die du im Footer verlinkst. Sie zählen nicht als inhaltliche Unterseiten.

SEO für Onepager: So wirst du trotzdem gefunden

Ein Onepager kann bei Google ranken, in der Regel aber nur für ein Hauptkeyword und deinen Firmennamen. Konzentriere dich deshalb auf einen zentralen Suchbegriff, optimiere Seitentitel, Meta-Beschreibung und Überschriften darauf und sorge für schnelle Ladezeiten. Für lokale Unternehmen ist zusätzlich ein gepflegtes Google Unternehmensprofil Gold wert.

Strukturiere deine Abschnitte mit aussagekräftigen Zwischenüberschriften: So erkennt Google die Themen deiner Seite. Optimiere außerdem deine Bilder mit sprechenden Dateinamen, Alt-Texten und komprimierten Formaten. Wie du die Ladezeit deiner Website verbesserst, zeige ich dir im Beitrag Ladezeit verbessern mit Caching. Weitere grundlegende Maßnahmen findest du in meinen 5 Tipps zur SEO-Optimierung.

Wenn du merkst, dass du über mehrere Suchbegriffe gefunden werden willst, führt der Weg meist über zusätzliche Unterseiten oder einen Blog. Warum Blogbeiträge ein wichtiger SEO-Bestandteil sind, erkläre ich dir in einem eigenen Beitrag.


Welche WordPress Themes eignen sich für Onepager?

Grundsätzlich brauchst du kein spezielles Theme, um einen Onepager zu erstellen: Jedes flexible WordPress Theme eignet sich dafür. Daneben gibt es Themes, die auf Onepager spezialisiert sind und fertige Vorlagen mitbringen. Zwei bekannte Vertreter, die beide weiterhin gepflegt werden (Stand: Juli 2026):

Du benötigst aber nicht zwingend ein Theme, das speziell für Onepager konzipiert ist. Stattdessen kannst du ein Mehrzweck-Theme (Multi-Purpose Theme) verwenden und einfach nur die Bereiche aufbauen, die du brauchst. Meine persönlichen Favoriten sind Kadence, Astra und Hello Elementor. Wann sich welches dieser drei Themes am besten eignet, liest du in meinem Beitrag Diese 3 WordPress Themes sind die Besten.


Onepager mit WordPress erstellen: Schritt für Schritt

Im Folgenden zeige ich dir, wie du mit WordPress einen Onepager erstellst. Dabei verwende ich das Theme Kadence: ein Mehrzweck-Theme, das sich ebenso für klassische Webseiten eignet.

Außerdem nutze ich Kadence Blocks. Das ist eine Erweiterung für den WordPress-eigenen Gutenberg Editor, also den Standard-Editor, der bei jeder WordPress Website mit dabei ist. Sowohl das Theme als auch das Plugin kannst du kostenfrei nutzen, beide bieten eine Vielzahl nützlicher Funktionen.

Sind Theme und Plugin installiert und aktiviert, kann die Erstellung der Webseite beginnen.

Schritt 1: Seite in WordPress anlegen

Navigiere in der linken Spalte des WordPress Dashboards zum Menüpunkt Seiten und klicke auf Erstellen. Vergib anschließend einen Titel für die Seite (zum Beispiel „Start“).

Seite erstellen

Schritt 2: Inhalte hinzufügen und gliedern

Nun füllst du die Seite mit Inhalt. Inhalte, die zusammengehören und einen Abschnitt ergeben (beispielsweise die Über-uns-Sektion), gruppierst du jeweils in einem Row Layout. Diesen Block stellt dir Kadence Blocks zur Verfügung.

Platziere anschließend den jeweiligen Inhalt in dem Row Layout. So entsteht Abschnitt für Abschnitt dein Onepager.

OnePager - Row Layout

Schritt 3: Jedem Abschnitt einen HTML-Anker geben

Jetzt solltest du mehrere Row Layouts auf deiner Seite haben. Vergib nun für jedes Row Layout einen individuellen HTML-Anker (wird oft auch id genannt). Individuell heißt: Jeder Anker darf nur einmal vorkommen. Dem Abschnitt „Über uns“ kannst du zum Beispiel den Anker ueber-uns zuweisen. Leerzeichen und Umlaute wie ä, ü, ö sind in der Bezeichnung nicht erlaubt.

OnePager - HTML Anker festlegen

Schritt 4: Menü erstellen und verknüpfen

Zum Schluss passt du das Menü deiner Website an. Ziel ist ein Menü, dessen Punkte beim Anklicken automatisch zur jeweiligen Sektion scrollen. Speichere dafür deine Seite und navigiere im WordPress Dashboard zu Design und dort zu Menüs. Hier legst du dein Menü an. Der Weg ist auch im aktuellen WordPress 7 unverändert, das Backend sieht seit diesem Update nur etwas frischer aus.

OnePager - Menü erstellen

Danach definierst du die Menüpunkte über Individuelle Links. Unter Link-Text gibst du den Namen an, den der Menüpunkt tragen soll (zum Beispiel „Über uns“). In das Feld URL trägst du den HTML-Anker mit vorangestelltem # ein, also beispielsweise #ueber-uns.

Onepager - Menüpunkt

Füge auf diese Weise alle Menüpunkte hinzu und achte auf die exakte Schreibweise der Anker. Klicke anschließend auf Menü speichern. Teste danach deine Website: Sollte ein Menüpunkt nicht funktionieren, prüfe den HTML-Anker und die Schreibweise im Menü.

Das Aussehen des Menüs passt du je nach verwendetem Theme in den Theme-Einstellungen oder im Customizer an. Bei Kadence findest du die Einstellungen im Customizer unter dem Reiter Header.


Fazit

Ein Onepager kann eine gute Lösung für Unternehmen sein, die eine einfache, übersichtliche Website mit einer klaren Botschaft brauchen. Die Nachteile bei der Suchmaschinenoptimierung und der Erweiterbarkeit solltest du aber vor der Entscheidung sorgfältig abwägen. Das Theme spielt dabei eine untergeordnete Rolle: Mit einem flexiblen Theme wie Kadence oder Astra setzt du sowohl Onepager als auch mehrseitige Websites um.

Du bist unsicher, ob ein Onepager für dein Unternehmen ausreicht, oder du möchtest deinen Onepager lieber professionell erstellen lassen? Dann wirf einen Blick auf mein Angebot rund um WordPress Webdesign oder melde dich gerne unverbindlich bei mir.

Weitere Infos


FAQ: Häufige Fragen zum Onepager

Ein Onepager ist eine Website mit nur einer Seite. Der Vorteil dieser Art von Website ist, dass sie sehr einfach und leicht zu bedienen ist. Hierbei muss man sich nicht durch verschiedene Seiten klicken, um die gesuchten Informationen zu finden: Alles befindet sich auf einer Seite und man muss lediglich nach unten scrollen, um alle Inhalte zu sehen.

Auf einem Onepager kann jede Art von Inhalt veröffentlicht werden. Das können Informationen über ein Unternehmen, Produkte, Dienstleistungen oder alles andere sein. Allerdings eignen sich Onepager nur begrenzt für detaillierte und lange Inhalte, denn es steht nur eine einzige Seite zur Verfügung. Wenn sehr viel Inhalt dargestellt werden soll, ist eine klassische Website mit Unterseiten meist die bessere Lösung.

Einer der häufigsten Fehler ist der Versuch, zu viele Informationen auf eine Seite zu packen. Denke daran, dass weniger manchmal mehr ist. Halte deine Onepager-Webseite einfach und leicht zu navigieren. Ein weiterer Fehler ist die Nichtnutzung von Leerraum. Verwende Leerraum, um den Inhalt aufzulockern und ihn übersichtlicher zu gestalten.

Onepager haben zwar viele Vorteile, aber es gibt auch einige Nachteile zu beachten. Einer der größten Nachteile ist, dass es schwierig sein kann, mit einer Onepager-Webseite in den Suchmaschinen weit oben zu ranken, denn alle Inhalte teilen sich eine einzige Seite. Außerdem stößt ein Onepager schnell an seine Grenzen, wenn dein Angebot wächst und mehr Inhalte dazukommen.

Nur bedingt. Ein Onepager hat nur eine Seite, einen Seitentitel und eine Meta-Beschreibung und kann deshalb realistisch nur für ein Hauptkeyword und den eigenen Firmennamen ranken. Für lokale Unternehmen mit einem gepflegten Google Unternehmensprofil kann das ausreichen. Wer über viele Suchbegriffe gefunden werden will, braucht eine mehrseitige Website oder einen Blog.

Das hängt vom Umfang und der Umsetzung ab. Erstellst du den Onepager selbst mit WordPress, fallen im Wesentlichen Kosten für Hosting und Domain an. Bei einer professionellen Erstellung ist ein Onepager meist günstiger als eine große Website, da der Aufwand geringer ist. Einen Überblick über alle Kostenpunkte findest du im Beitrag WordPress: Kosten für eine Website.

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